The Out Campaign

The Out Campaign: Scarlet Letter of Atheism
Ab sofort ist Protostomia Teil der “Out Campaign,” der Kampagne für Atheismus und Agnostizismus. Ins Leben gerufen wurde sie von der Richard Dawkins Foundation und ihr Zeichen ist das “scharlachrote A” (scarlet A). Wenn ihr dieses A also auf einer Webseite findet, so wisst ihr, dass der betreffende Blogger Mitglied der Out Campaign ist.
Der nachfolgende Text stammt von OutCampaign.org.

Atheisten standen schon immer an vorderster Front des rationalen Denkens und waren stets Leuchtfeuer der Aufklärung. Jetzt können auch Sie Ihren Idealismus zeigen, indem auch Sie an der OUT Campaign teilnehmen.

Atheisten sind viel zahlreicher, als es die meisten Leute vermuten. KOMMEN SIE HERAUS aus Ihrem Hinterstübchen! Sie werden sich befreit fühlen und Ihr Beispiel wird auch andere dazu ermutigen, ebenfalls HERAUSZUKOMMEN. (Aber “outen” Sie niemanden anderes; warten Sie, bis sie sich selbst OUTen, wenn sie bereit dazu sind.)

reach  out

Die OUT Campaign ermöglicht es jedem Einzelnen, andere wissen zu lassen, dass sie nicht alleine sind. Es kann auch eine nette Art sein, ein Gespräch zu beginnen, und helfen, das negative Bild von »den Atheisten« zu zerstören. Teilen wir der Welt mit, dass wir nicht mehr verschwinden werden, und dass wir denen, die uns verdammen wollen, nicht erlauben, uns in den Schatten zu drängen.

speak  out

Indem mehr und mehr Leute der OUT Campaign beitreten, werden sich immer weniger Leute durch Religion einschüchtern lassen. Wir können anderen zeigen, dass Atheisten in allen Formen, Größen, Farben und Eigenschaften daherkommen. Wir sind Arbeiter und Berufstätige. Wir sind Mütter, Väter, Söhne, Töchter, Schwestern, Brüder und Großeltern. Wir sind Menschen (also Primaten) und wir sind gute Freunde und gute Mitbürger. Wir sind normale Menschen, die es nicht nötig haben, sich an etwas Übernatürliches zu klammern.

keep  out

Es ist Zeit, unsere Stimme zu erheben gegen das Eindringen von Religion in unsere Schulen und in die Politik. Atheisten sind es zusammen mit Millionen anderen Menschen Leid, von denen angegriffen zu werden, die ihre eigene religiöse Einstellung unseren Kindern und unseren jeweiligen Regierungen eintrichtern wollen. Wir müssen das Übernatürliche RAUSHALTEN aus unseren moralischen Prinzipien und aus dem öffentlichen Gemeinwesen.
Es ist Zeit, VORZUTRETEN und…

stand  out

Wir planen viele interessante Aktivitäten für die OUT Campaign, also bleiben Sie dran an OutCampaign.org, um die neuesten Entwicklungen nicht zu verpassen.

Folge der OutCampaign auf Twitter

Und hier noch meine Umfrage zur Religionszugehörigkeit meiner Leser/-innen.

3 Antworten zu „The Out Campaign“


  1. 1 ajk 9. Februar 2010 um 10:30

    Das Problem ist, das die Kirchen schon vergessen haben worüber sie eigentlich sprachen.

    Ich befasse mich mit den Religionen, vor allem mit der Christlichen, und habe gemerkt das es einiges mehr dahinter gibt, als viele denken.

    Das was wir heute davon wissen, ist sehr oft ideologisch verbrämt.

    Nur so einige Hinweise:
    Bernhard de Clairvaux, der Verfasser der Ordensregeln der Templer, wurde einst gefragt “Was ist Gott?” und er gab die verblüffende Antwort: “Er ist Länge, Weite, Höhe und Tiefe.”

    Wenn man sich die Kathedralen anschaut, merkt man was denn da alles los war. Geometrie, Mathematik, Philosophie und weiteres.. Die Kathedrale von Chatres ist älter als Maccu Piccu und beinhaltete damals den höchsten Raum der Welt.

    Christentum und Religion sind NICHT Aberglaube an einen Mann im Himmel, das ist nur “Lügen für Kinder” also für Menschen die einen niedrigeren IQ haben. Und all die “Gotteslästerung” und co Schreier, oder Kreationisten irren sich gewaltig.

    Das Christentum ist die Suche nach der höheren Wahrheit allen Seins, das Gefühl, die Gewissheit, der Glaube daran des in allen Dingen grundlegende Gesätzmässigkeiten (Newton suchte danach, entwickelte das Konzept der Naturgesetze weiter) wirken.

    Das heutige Suchen nach der Urformel ist genau dasselbe, nur nicht mehr Christlich Religiös. Die Mentalität der Wissenschaftlichkeit basiert auf dem Christentum. Ohne dem wären wir nicht so wie wir sind.

    Darum ist es falsch das zu verleugnen und ständig im Krieg zu sein mit seinen eigenen Vorfahrn. Sie wussten schon was sie taten.

    Und VOR ALLEM sollte man sich objektiv damit auseinandersetzen was denn alles damals passiert ist!

    - Hexenverbrennung war weder häufig noch von der Kirche Initiiert. Trennung zwischen Kirchenrecht und Königsrecht gab es schon im Mittelalter. Die meisten Hexenverbrennungen geschahen in der Neuzeit. Und viele während des 30 Jährigen Krieges.
    - Galieo wurde nicht bestraft weil er die Erde um die Sonne drehen liess, sondern weil er ein arrogantes und beleidigendes Arschloch war. Jesuiten und co haben ebenso geforscht und die Wissenschaft gefördert.
    - Es war die Katholische Kirche welche die Philosophischen Schriften der Griechen und Römer weiterführten und weiterentwickelten. Viele Konzepte von Heute basieren auf dem Denken von Thomas von Aquin, Bernhard von Clarivaux und co..
    - Die Kreuzzüge sind NUR zu verstehen wenn man einige Jahrhunderte vorspult und mitbekommt das Nordafrika völlig von den Moslems erobert worden ist (Davor waren es alles Christliche Länder!) die Leute dort zwangskonvertiert oder vertrieben worden sind, Fanatische Moslems Spanien eroberten und ausraubten, Sizilien eroberten und auch Rom plünderten. Das war auch einer der Gründe warum die nördlicheren Länder (Franken..) plötzlich mächtiger wurden als die Mittelmeerstaaten. Weil das Mittelmeer plötzlich von räuberischen Piraten kontrolliert worden ist, die alle ausplünderten. Die Renaissance in Norditalien ist deswegen so stark gewesen weil viele Gelehrte und Wissenschaftler aus Byzanz flohen, und zwar eben nach Florenz oder Venedig. Es waren Byzantinische Gelehrte die Leonardo da Vinci und co schulten.

    Es ist falsch pauschal dagegen zu sein, die Gotteserkenntnis ist mehrheitlich die Erkenntis der Naturgesetze in ihrer Harmonie und im Wirken. Sünde und co gehören aber nicht dazu. :D

    gruss

    /ajk

    • 2 protostomia 9. Februar 2010 um 11:14

      Was du sagst, kommt mir sehr bekannt vor. Viele Menschen in meinem persönlichen Umfeld haben ähnliche Arten, zu Glauben.

      Aber du wirst auch merken, dass niemand einen religiösen Menschen angreift, welcher eine grundlegende “Spiritualität” oder ein “Gottesgeist” in der Natur sieht. Auch ist mir bewusst, dass es der christliche Glaube war, welcher die Kunst, die Bildhauerei, die Musik und die Architektur hervorbrachten. Doch ich wage zu behaupten, dass dies nicht deshalb möglich war, weil der Glaube so gut und so ehrlich war. Sondern weil die (katholische) Kirche das Geld besass.

      Deine Beispiele sind aber ein wenig zu speziell für meinen Geschmack.

      - Egal ob Hexenverbrennung von der Kirche ausging oder nicht: Diese hat nichts dagegen unternommen und es somit gutgeheissen. Warum konnten denn so viele Frauen und Männer gefoltert und getötet werden? Die Inquisition ist nichts “erfundenes” von Religionsfeinden, sondern hat stattgefunden. Zu behaupten, es sei alles nicht ganz richtig erklärt heutzutage, ist so blind wie zu behaupten, Newton habe gewisse Naturgesetze wegen seiner Religion entdeckt.
      - Ja klar war es die Kirche, welche alle Schriften weiterführten. Sie war es ja auch, welche sie bei sich versteckt und gehortet hatte und sich jahrelang dagegen wehrte, den Menschen eine Bibel in ihrer Sprache zu geben.
      - Was ist mit Ablasshandel und Beichten? Gehört das zur naturverbundenheit der Religion?
      - Die Kreuzzüge waren wohl nicht nur das Zurückerobern der ehemals (gewaltsam) eroberten Gebiete überall auf der Welt. Und in meinen Augen ist das Christentum und der Islam sowieso dasselbe. Die wenigen Unterschiede in der Ausübung der Religion machen einen so grossen Unterschied auch nicht. Es war also falsch von beiden “Religionen” Krieg zu führen – und das ist auch in etwa das, was jeder Atheist oder Religionskritiker sagt.

      Wir Atheisten und Agnostiker sind nicht gegen den Glauben an übergeordnete Zusammenhänge, welche sich der Wissenschaft entziehen. Wir sind auch nicht per se gegen die Religionen. Aber wir haben ein riesiges Problem damit, dass religiöse Grundsätze immer und überall eingebaut werden und versucht wird, moralische, ethische oder andere gesellschaftliche Aspekte mit einem Gottwesen zu begründen. Vorallem auch deshalb, weil viel gelogen wurde (und wird) seitens religionsvertreter aller Couleur.

      Und du kannst ruhig sagen, Kreationsisten sind X oder Y und ich darf dich und andere nicht in einen Topf werfen mit ihnen. Aber dann musst du mit anderen Menschen, welche ähnlich denken wie du, aufstehen und den Kreationisten erklären, dass sie FALSCH liegen. Und auch den anderen Gruppierungen (evangelikale Freikirchen, Scientology) oder wem auch immer. Ricahrd Dawkins beispielsweise arbeitet viel mit Bischöfen und Pfarrern zusammen um Kreationismus und Fanatismus aus Schulen und Behörden zu verbannen, obwohl er Atheist ist.

      Jede Medaille hat zwei Seiten und auch wenn du die “Religion” als etwas gutes darstellst, finde ich sicher genug Dinge, welche schlecht sind. Oder anders herum. Ich möchte das aber eigentlich nicht und habe den Weg des Atheismus bzw. des Agnostizismus gewählt. Und seither kann ich freier entscheiden, was ich denke und möchte und mich einfach als Mensch über die Natur und ihre Gesetze freuen. Wir als einzelne verstehen sowieso immer zu wenig vom ganzen Universum um auch nur den Ansatz einer Idee zu haben, wie es funktioniert.

      Fazit: Religion war verantwortlich für viele Fortschritte – aber grösstenteils für Blutvergiessen und Leiden auf Kosten der Armen. Und dafür wird sie nun zur Rechenschaft gezogen. Das Gottesverständnis, welches du besitzt, war und ist nie Gegenstand atheistischer, humanistischer oder anderer Angriffe auf die institutionalisierte Religion gewesen. Sonst müsste ich mich von solchen Angriffen distanzieren.

      • 3 ajk 9. Februar 2010 um 15:06

        Guten Tag,

        vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich möchte nicht auf alle Punkte eingehen, es wäre zu ausführlich. Hoffendlich können sie das akzeptieren. Zuallererst kann ich sagen das ich ebenso gedacht habe wie Sie. Wut auf die Religionen auf Katholiken und und und. Schauermärchen über ihre Taten sowie anderes. Wenn man sich mal näher anschaut was gelaufen war, wie argumentiert worden ist, merkt man das vieles nicht stimmt. Man sollte nicht vergessen das es mehrere Organisationen und Gesellschaftliche Bewegungen gab die aktiv gegen Religionen und Kirchen waren. Darunter Kommunisten und auch simple Aufgeklärte.

        Zu der Hexenverfolgung: http://histor.ws/hexen/index.htm

        Es starben irgendwo zwischen 20.000 und 30.000 Menschen die als Hexen verbrannt worden sind. 1/3 davon waren Männer. Die meisten Hexenverbrennungen liefen in der Neuzeit NICHT im Mittelalter. Sie schreiben das die Kirche sich schuldig gemacht hat, weil sie nichts dagegen tat. Das ist für mich ein Widerspruch. Entweder die Kirche ist mächtig und kann das unterbinden oder sie ist ohnmächtig und kann es nicht unterbinden. Entgegen vieler Vorurteile waren die Kirchen nicht die obermächtigen Superherrscher.

        Die Kirche hat die Hexenverfolgung überhaupt nicht gutgehiessen, es gab viele Priester die vehement dagegen ankämpften und im Vatikan gab es NICHT EINE Hexenverbrennung. Die meisten Hexenverbrennungen liefen in Protestantischen Ländern. Mit dem Vatikan und den Katholiken hat das nix zu tun.

        Gegner: http://www.historicum.net/themen/hexenforschung/lexikon/alphabethisch/p-z/art/Praetorius_Ant/html/artikel/1663/ca/a28c9f6808/

        Newton war Freimaurer und tief religiös. Er folgte etwas anderen Wegen des Christentums, die mehr mit Rosenkreuzern und co zu tun hatte. Für diese Leute war Mathematik und co etwas heiliges, die heilige Geometrie der Atem Gottes usw.. Vieles entnahm er der Bibel und forschte weiter im Altertum.

        http://www.christian-assemblies.org/de/bibelstudien/sir-isaac-newton

        Das die Kirche die Schriften aus dem Altertum unterdrückte ist falsch und auch etwas absurd zu behaupten. Denn in dem Augenblick wo Byzanz immer stärker unter der Bedrohung durch die Osmanen zerbrach, war das Wissen schon aktiv im “Westen”.

        Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Renaissance-Humanismus#Sonstige_Zentren


        Zu den Faktoren, die den italienischen Humanismus beeinflussten, gehört die Krise des byzantinischen Staates, die mit seinem Zusammenbruch im Jahre 1453 endete. Wegen des katastrophalen Verlaufs der Auseinandersetzungen mit den vordringenden Türken suchten die letzten byzantinischen Kaiser Unterstützung im Westen. Angesichts der verzweifelten militärischen Lage ließen sie sich zu weitreichenden kirchenpolitischen Zugeständnissen (Kirchenunion) herbei. Griechische Gelehrte kamen zeitweilig oder dauerhaft nach Italien, teils in politischer bzw. kirchenpolitischer Mission, teils um den Humanisten Griechischunterricht zu erteilen. Sie trugen zur philologischen Erschließung und Übersetzung der griechischen Klassiker bei. Große Mengen von Handschriften wurden von westlichen Sammlern bzw. deren Beauftragten im byzantinischen Reich vor dessen Untergang aufgekauft.

        Die Katholische Kirche war einer der grössten Förderer der Wissenschaft und Kultur, sie bezahlten nicht nur die ganzen Maler sondern finanzierten noch einiges anderes. Jesuiten haben im offiziellem Auftrag geforscht und gereist. Es war nämlich ein religiöser Dienst zu erkennen wie Gottes Handlungen sich zeigen.

        Der Ablasshandel war freiwillig, den musste man nicht kaufen. Was Beichten sind und was sie bringen können Sie ja die Leute fragen die heutzutage zum Psychater gehen. Es ist ungefähr dasselbe.. “Seelenheil”. Viele fühlen sich besser wenn ihnen jemand zuhört.

        Zwischen den Religionen gibt es gigantische Unterschiede, die sich unter anderem in der Wissenschaftsfeindlichkeit des Islams zeigen. Einige Untersuchungen kann man hier nachlesen, der Text ist aber lang:

        http://fjordman.wordpress.com/2007/09/20/der-islam-die-griechen-und-die-wissenschaftliche-revolution/

        Ich kann Dir nur sagen das wir das Konzept der Individualität, des Menschenrechts, des fleissigen Arbeitens und noch einiger anderer Dinge nicht hätten, wenn unsere Vorfahren keine Christen wären.

        Und das Richard Dawkings dabei hilft die verrückten Kreationisten los zu werden, dann ist das super! Ich verachte diese Idioten. Kreationisten sind genausowenig deckungslgeich mit Christen wie ein atheistischer Amokläufer ode Vergewaltiger mit anderen atheisten deckungsgleich ist. Das es Religionen waren, die am meisten Blut vergossen haben, ist faktisch falsch. Es waren Weltverbesserungsideologien wie Nationalsozialismus und Internationalsozialismus. Müssten so über 100 Millionen ermordete sein.. Und das in nur 90 Jahren.. o_O

        gruss,

        /ajk


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